Die Drei Bethen …

Frau Holle, Frau Percht und die Bethen sind noch heute bekannte mythische Gestalten in den Alpenländern und ihre Präsenz läßt sich besonders gut auch rund um den Dachstein wahrnehmen, der auch die geomantische Mitte Europas markiert.

DER DACHSTEIN – das DACH-der-WELT oder die GROSSE BERGMUTTER war für unsere Vorfahren die mythologische Mitte der Welt und der unnahbare Sitz der Urmuttergöttin der Kelten und der Völker davor.

Die Drei Bethen …

wurden neben der Stammesgöttin Noreia als Nationalheilige und Muttergottheiten auch im Königreich Noricum, dem ersten Staatsgebilde auf österreichischem Gebiet, verehrt. Sie galten/gelten als  segenspendend für das Leben und die Gesundheit und auch als Beschützerinnen der Mütter und Kinder.

Die drei Bethen heißen Wilbeth,  Ambeth und Borbeth. Die göttliche Triade steht für das lebenspendende harmonische Zusammenwirken von Sonne, Erde und Mondin und symbolisieren natürlich auch die Einheit von Körper, Seele und Geist. Triskele, Triqueta und Zopfmuster, wie sie u. A. in unserem rituellen  Allerheiligenstriezel (Hefezopf) verwendet werden, erinnern an die Weisheit und Macht der heiligen Drei.

Das Wort Bethe bedeutet soviel wie Erde. „Bett“ leitet sich davon ab, denn ursprünglich haben die Menschen nicht auf Matratzen, sondern auf der (Mutter-)Erde geschlafen. Und unser Wort „beten“ heißt eigentlich, „die Göttin anrufen“.“

Im Europäischen Raum bekannte „Dreigestaltige“ sind u.a. Brighid, Frau Percht, Frau Holle, Hekate, Die Drei Nornen, Die Drei Moiren …

Der Glaube und der Kult um die drei gütigen Frauen, die segnend durch die Lande gehen, hielt sich so nachhaltig im Volk, dass die christliche Kirche den Bethen-Kult übernehmen mußte, wenn auch in christianisierter Form: Die Göttinnen-Trinität lebte im Bewusstsein der Menschen somit weiter als die „drei heiligen Madl’n“ namens Katharina, Margaretha, Barbara (K+M+B !) und natürlich in Sagen und Legenden die mancherorts noch erinnert werden.

Am Koppenwinkelsee, dem kleinsten von drei Seen, die direkt in den schützenden Armen unserer Dachstein-Bergmutter liegen, befindet sich unser „Avalon“. Eigentlich ist er eine Karstquelle, die sich zu einem hellen flachen Gewässer ausweitet. Hier ist die Gegenwart von Frau Percht, von Frau Holle, der Saligen, der Bethen, und der Alles umarmenden Muttergöttin Noreia zu allen Jahreszeiten sehr stark spürbar. Wenn in der Oase der Stille, geschaffen durch die umgebenden Berge, die Sonne sich strahlend im Wasser spiegelt, wenn die Nebel über dem See aufziehen, über dem Wasser schweben und nur mehr vage Baumschemen erahnen lassen, zeigen sie gemeinsam mit  den Wald- und Wasserspirits freundliche Präsenz.

Das Leitthema der 2. Göttinnenkonferenz soll daher „Göttin Brighid und das Hollekind“ sein

Wir erfahren und erleben einige Aspekte dieser uralten europäischen Göttin, deren Namen viele sind: Bridie, Brigit, Bride, Brighid oder in ihrer christianisierten Form – Heilige Brigitte. Ihr Name in der alten Sprache, „breo-saigit“, bedeutet „leuchtender Pfeil“, „hell leuchtend“ oder „Feuer in der Höhe“. In anderen Gebieten ist sie eher als Percht (berachta = die Leuchtende) oder Frau Holle (die Helle, Holde) oder als „Weiße Frau“  bekannt, und als Dreigestaltige Göttin, der Ursprung der „Heiligen Drei Bethen“.

Sie ist die Hüterin der Heilquellen und der „Heiligen Drei Flammen“, von Heim, Herd und Familie, der Kunst, der Kreativität, des Handwerks und der Heilkraft und steht auch für das innere Kind. Ihr Festtag ist Lichtmeß/Imbolc – wir feiern die Sonne als wachsendes Kind im Jahreskreis.

Mit Trommeln, Tänzen, Klangreisen, vertiefenden Workshops, handwerklichem Gestalten von Göttinnen-Symbolen und vielen gemeinsamen Ritualen durch den Tageslauf wollen wir diese Energien in uns entdecken, wecken oder stärken – je nach persönlichem Befinden.  Ritualgebäck und Kräutertee am ersten Abend, Live-Musik, ein Göttinnenfest mit  Naturbuffet (veg.) und Tanz, die Mabon-Feier und ein Göttin-Markt zum Abschluss sind ebenso wesentlicher Teil davon.

Egal welchen Weg JedEr danach weiter geht, die gemeinsamen und persönlichen Erfahrungen und die erlernten Rituale des Alltags werden uns begleiten und bereichern.

Unser Team

Noreias Töchter

Gudrun Rosenberger – Priesterin der Brighid und der Göttinnen im Kreis von Avalon & Noricum – Ritualleitung, keltischer Schamanismus, Ritual- und Kräuterhandwerk – Den Pfad der Göttin gehen zu können ist ein Segen, uns immer mehr mit der Großen Mutter rück-zu-verbinden eine Notwendigkeit!

Rosi Haider – Priesterin der Göttin, Ritual- und Kräuterhandwerk – liebt es, die Göttin zu feiern und wunderschöne rituelle Objekte aus und mit der Natur zu gestalten und meditative Texte zu verfassen.

Martina Unterreiter – Priesterin in Ausbildung – liebt es mit Tänzen die Göttin zu feiern und mit ihrer Tochter ganz naturnah zu leben.

Frau Holle – Traudl  – Die Hausmutter – wird mit Gelassenheit und Autorität auf die allgemeine Ruhe und  Ordnung achten, sowie für weltliche Anliegen zur Verfügung stehen.

Brian – Musiker, Komponist, Poet und technischer Helfer

Weitere Beitragende:

Monika Rosenstatter – Kräuterweise und Liedermacherin aus dem Salzburger Land

Hier werden wir in den folgenden Wochen noch weitere Beitragende vorstellen.

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